Extensions bei dünnem Haar

Platte Mähne, kaum Volumen und schmale Zöpfe? Feines Haar ist zwar einfach in der Pflege, tolle Frisuren lassen sich damit aber nicht zaubern. Viele Frauen sehen in dünnem Haar einen ästhetischen Makel und blicken neidisch jedem mit dichtem Haar hinterher. Haarverdichtungen können da Abhilfe schaffen und durch mehr Volumen einen Selbstbewusstseins-Schub bewirken. Die Trends auf Instagram zeigen deutlich, dass voluminöse lange Haare angesagt sind.
Dünnes Haar kann genetisch veranlagt sein oder hormonelle Gründe haben. Im Alter werden die Haare durch einen hormonellen Umschwung dünner. Aber auch Medikamente oder Stress sorgen für vermehrten Haarausfall und die Haare werden lichter. Aber auch genetische Ursachen sorgen für spärlichen Haarwuchs. So sind blonde Haare meist weniger dick als dunklere. Eine Haarverlängerung liegt im Trend und verdichtet die Haare automatisch. Aus hochwertigem Echthaar halten sie besonders lange und fügen sich unauffällig in die Eigenhaare ein. Daher ist dies eine gute Methode um feines Haar aufzufüllen.

Gibt es Extensions für dünnes Haar?

Frauen mit feinem Haar wird häufig dazu geraten sich einfach einen Bob zu schneiden, da sie in dieser Länge voller aussehen und gut zur Geltung kommen. Wer aber keine Lust auf kurze Frisuren hat und lieber lange Rapunzelhaare hätte, sehnt sich danach die vorhandenen Haare aufzufüllen. Oft hört man, dass Extensions bei dünnen Haaren nicht so gut halten oder die Verbindungsstellen zu sehen sind. Tatsächlich sind einige Extensions in solchen Fällen besser geeignet, als andere. Aber haben die Hair Extensions eine gute Qualität und werden sie professionell eingearbeitet, kann sich jede Frau den Traum von voluminösen Haaren erfüllen. Zum Auffüllen der Haare werden Extensions in derselben Farbe, Länge und Struktur wie das Eigenhaar eingesetzt. Da für eine Haarverdichtung weniger Echthaar benötigt wird als bei einer Haarverlängerung, ist es auch um einiges günstiger.

Sollen Extensions zur Haarverdichtung eingesetzt werden, müssen einige Voraussetzungen berücksichtigt werden. Zum einen sollten die Haare keine zu großen kahlen Stellen aufweisen. Kleinere kahle Stellen können gut mit größeren Tressen verdeckt werden. Sind die Lücken aber zu groß, können die Hair Extensions aber nicht optimal befestigt werden. In solchen Fällen sollte man auf Echthaar-Perücken zurückgreifen. Auch wer unter sehr starkem Haarausfall leidet, sollte lieber auf eine Haarverlängerung verzichten, da das zusätzliche Gewicht die Thematik noch verschlimmern könnte. Abgesehen von diesen beiden Ausnahmen, steht einer Haarverdichtung jedoch nichts im Wege. Um Extensions gut befestigen zu können, sollte die eigenen Haare mindestens 7 bis 10 Zentimeter lang sein.

Welche Extensions sind für eine Haarverdichtung geeignet?

ClipIN Extensions sind schnell im Haar befestigt und gut für besondere Anlässe geeignet. Der Nachteil: Gerade bei feinem Haar sind die Clip-Verbindungen oft zu sehen. Besser ist es also auf permanente Lösungen zurückzugreifen. Die Verbindungsstellen sind meist kleiner und die Haarteile halten bis zu 6 Monate im Haar, bevor sie hochgesetzt werden müssen.
Bei RingIN Extensions werden die Haarsträhnen mit kleinen Ringen am Eigenhaar befestigt. Allerdings sind die Microrings ohne dickes Haar leichter zu sehen. Frauen mit dünnem Haarschopf sollten davon also lieber die Finger lassen.
Bondings werden mit kleinen Keratinplättchen an Deinen Haaren befestigt, die mit Wärme oder Ultraschall bearbeitet werden. Die Methode zählt zu den beliebtesten, da die Verbindungsstellen sehr klein und kaum sichtbar sind. Die Bondings können etwa 6 Monate im Haar verbleiben bis sie hochgesetzt werden müssen.
TapeIN Extensions werden mit einem Klebestreifen mit dem Eigenhaar verbunden. Die riskanten Stellen, an denen die Verbindungsstellen bei feinem Haar schnell sichtbar werden, sind vor allem die Schläfen-, Oberkopf- und die Scheitelpartie. Da Tape-In Extensions so flach sind, eignen sie sich vor allem für Frauen mit spärlichem Haar, da sie sich kaum vom Eigenhaar absetzen. Trotz der Breite der Tapes fallen sie nicht auf und liegen eng am Kopf an.

Einer hauchdünnen Haarpracht sollte man vor allem kein zu großes Gewicht zumuten. Daher sollten die einzelnen Haarteile nicht zu schwer sein um die Kopfhaut und das Eigenhaar nicht zusätzlich zu belasten und womöglich Haarausfall zu begünstigen. Auch dürfen die Verbindungsstellen nicht zu nah am Kopf angebracht werden, da sie sonst zu stark an der Kopfhaut ziehen. Die unterschiedlichen Methoden der Hair Extensions aus Echthaar sind unterschiedlich schwer. Für eine Haarverdichtung wird insgesamt meist etwa 50 bis 75 Gramm Echthaar benötigt.
Bei feinem Haar sollte daher nie auf 1,0 Gramm-Strähnen zurückgegriffen werden. Die Tressen der Tape-In Extensions sind zwar etwas schwerer als die Bondings, verteilen das Gewicht aber durch die Breite der Tapes optimal auf mehr Haare.

Beauty-Tipps für dünnes Haar

Frauen mit feiner Haarpracht sollten auf Stufenschnitte verzichten. Durch die Stufen wird das Haar nur noch mehr ausgedünnt. Besser sind solche Haarschnitte, bei denen alle Strähnen gleich lang sind.
Wer seine Haare optisch voluminöser machen möchte, sollte auf eine Methode mit Farbe zurückgreifen. Strähnen und Farbakzente helfen die Haarstruktur aufzurauen und lassen sie voller erscheinen. Solche Farbakzente können auch ohne Färben des eigenen Haarschopfs mit einer bereits colorierten Haarverlängerung erzielt werden.
Da ein feiner Haarschopf schneller fettet, sollte man mit Pflegeprodukten sparsam umgehen und besonders am Haaransatz nur einen Hauch Shampoo benutzen. Hat man fettige Haare, neigt man besonders dazu sie noch häufiger zu waschen. Diesen Fehler sollte man aber nicht machen, da dadurch die Haare noch schneller nachfetten.
Verwendet man eine Haarverlängerung, sollte man diese jedoch mit entsprechenden Shampoos und Conditionern waschen und mit Haaröl pflegen. Die Verbindungsstellen bei der Pflege aussparen, da sie sonst brüchig werden.

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